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Zittern, bis das Fett schmilzt - 640 Muskeln irren sich nicht!

Zittern, bis das Fett schmilzt - 640 Muskeln irren sich nicht!

Unser Vibrations- Trainingsgerät scheint wie für Faulpelze gemacht: Beim Training auf vibrierenden Platten sollen Pfunde schmelzen, Dellen in der Haut verschwinden und Muskeln gestählt werden.

 

Das Prinzip des Vibrationstrainings ist simpel: "Gegen das Rütteln wehrt sich der Körper mit den Muskeln", erklärt Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln. Doch schnell steht fest:  Vibrationstraining, zaubern die gute Figur nicht mal fix herbei. Sich einfach kräftig durchrütteln lassen und nach zehn Minuten schlank und durchtrainiert wieder absteigen, klappt leider nicht. 

 

Stattdessen gilt es, den Körper auf dem Gerät kontrolliert zu bewegen. Dreißig Sekunden lang, dann eine halbe Minute Pause und nochmal von vorn, anschließend die nächste Übung. Das ist schweißtreibend, hat dafür aber einen tollen Effekt:

 

Stabile Muskeln für einen gesunden Körper 

Ingo Froböse erklärt, warum: "Vibrationstraining hat den Vorteil, dass es auch die unwillkürliche Muskulatur in der Körpertiefe anspricht." Der Durchschnittsmensch könne nur etwa 60 Prozent seiner Muskeln bewusst steuern, die anderen würden durch die Vibration in das Training einbezogen. Das gibt Muskelkater an Stellen, von denen man vorher nicht einmal wusste, dass sich dort Muskeln befinden. Studien zufolge kann das Gerüttel tatsächlich langfristig beim Abnehmen helfen. "Der Grund dafür ist klar", sagt Ingo Froböse. "Viele Muskeln verbrauchen auch viel Energie, nicht nur während des Trainings."

Für entscheidend hält der Sportwissenschaftler aber etwas anderes: Das Training stabilisiert das Skelett. "Wir alle, auch die Wissenschaft, haben Muskeln lange unterschätzt." 640 von ihnen ziehen sich durch den ganzen Körper. Allein 140 stabilisieren den Rücken. "Die Muskeln innen an der Wirbelsäule etwa halten Wirbel in der richtigen Position", erklärt Ingo Froböse. Sie zu trainieren, schütze vor Bandscheibenvorfällen und Rückenschmerzen.

Heute weiß man auch, dass Muskulatur und Gehirn eng verknüpft sind: "Stress macht sich etwa in Verspannungen bemerkbar", sagt Ingo Froböse. Muskeltraining kann auch vor ernsthaften Krankheiten schützen, denn in Bewegung schütten die Muskelzellen sogenannte Myokine aus. Diese hormonähnlichen Botenstoffe sollen vor Diabetes Typ II schützen sowie Herz-Kreislauf-System, Fettstoffwechsel, Gehirn und Gefäßwände positiv beeinflussen.

Schöner Nebeneffekt

Beim Training wird das Bindegewebe stark durchblutet - das wirkst sich positiv aus und mindert Cellulite Bildung.  

 

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