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Krafttraining bei postmenopausaler Osteoporose

Osteoporose ist eine weitverbreitete Skeletterkrankung, bei der es zum Abbau von Knochengewebe kommt. Insbesondere Frauen nach der Menopause sind aufgrund hormoneller Veränderungen anfällig dafür. Welchen Einfluss Krafttraining auf osteoporotische Prozesse bei postmenopausalen Frauen hat, wurde im Kontext einer Master-Thesis an der DHfPG untersucht.

In fünf der acht Studien wurde Krafttraining als alleinige Intervention durchgeführt. In den restlichen drei Studien erfolgten ergänzende Interventionen. Alle acht Studien wiesen mindestens eine Kontrollgruppe auf, wobei diese in fünf von acht Studien kein Training und in den restlichen drei Studien eine andere Trainings- oder Bewegungsart absolvierten.

In sechs von acht Studien konnte eine signifikante Steigerung der Knochendichte durch Krafttraining nachgewiesen werden. In den verbleibenden beiden Studien führte das Krafttraining zu einer signifikanten Verringerung des Knochenmasseverlustes

Die Kontrollgruppen zeigten in allen betrachteten Studien nach Ablauf der jeweiligen Untersuchungszeiträume im Vergleich dazu deutlich niedrigere Knochendichtewerte

Nach Auswertung und Interpretation aller betrachteten Studien kann die Forschungsfrage abschließend damit beantwortet werden, dass sich Krafttraining bei postmenopausalen Frauen positiv auf die Knochendichte auswirkt.

Die Ergebnisse des systematischen Reviews haben deutlich gezeigt, dass Krafttraining einen positiven Effekt auf die Knochendichte von Frauen nach den Wechseljahren hat. Als praxisrelevante Schlussfolgerung lässt sich daraus ableiten, dass sowohl zur Prophylaxe als auch zur Behandlung von Osteoporose ein Krafttraining klar zu empfehlen ist, sofern keine schwerwiegenden medizinischen Gründe dagegensprechen. Fitnessstudios bieten mit ihrer professionellen Trainingsbetreuung und Infrastruktur die optimalen Rahmenbedingungen, um aktiv etwas für die Knochengesundheit zu tun.

 

 

 

 

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